PSD3 und PSR: Einordnung der neuen EU-Vorgaben für Zahlungsdienste | ALLES LEGAL #106

🎧 Die EU überarbeitet das Zahlungsverkehrsrecht grundlegend – was genau steckt hinter PSD3 und PSR? Jetzt reinhören!

Podcast: https://paymentandbanking.podigee.io/733-psd3-und-psr-einordnung-der-neuen-eu-vorgaben-f-r-zahlungsdienste/

Neue Impulse für den Zahlungsverkehr in Europa

In der Auftaktfolge der neuen Serie zur PSD3 und PSR spricht Moderatorin Dana Wondra mit Rechtsanwalt Peter Frey, Partner bei Annerton, über die tiefgreifenden Änderungen im europäischen Zahlungsverkehrsrecht. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum die EU künftig mit einer Richtlinie und einer Verordnung zweigleisig fährt – und welche praktischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

Einheitliche Regeln statt Flickenteppich

Mit der neuen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD3) und der begleitenden Verordnung (PSR) verfolgt die Europäische Kommission ambitionierte Ziele: Betrug soll eingedämmt, der Verbraucherschutz gestärkt und Open Finance vorangetrieben werden. Vor allem aber soll ein echter, einheitlicher europäischer Markt für Zahlungsdienste entstehen – jenseits nationaler Besonderheiten, die bisher grenzüberschreitende Modelle ausbremsten.

Was bedeutet das für Deutschland?

Besonders für Deutschland sind die Änderungen gravierend. Viele bisherige Regelungen aus dem ZAG sowie zivilrechtliche Vorgaben aus dem BGB – etwa zur starken Kundenauthentifizierung oder zu Zahlungsdienstverträgen – werden durch die direkt geltende PSR ersetzt. Das ZAG wird verschlankt, und die §§ 675c ff. BGB verlieren vielerorts ihre Relevanz.

Ein Ausblick auf die kommenden Folgen

In den nächsten Episoden widmet sich der Podcast zentralen Detailfragen der Reform:

  • Wer fällt unter PSD3 und PSR?
  • Welche Ausnahmen gelten?
  • Wie verhalten sich PSD3 und MiCAR zueinander?
  • Was ändert sich bei Haftung und Betrugsschutz?

Bleiben Sie informiert und abonnieren Sie den PayTechLaw-Newsletter. Wir informieren Sie, sobald eine neue Folge verfügbar ist!

Über diesen Podcast

Alles Legal – Fintech-Recht kompakt liefert jede Woche spannende Insights zum Thema Recht und Compliance im Banking.
Der Podcast ist eine Kooperation zwischen Payment & Banking und PayTechLaw. Wir erklären Ihnen die rechtlichen Entwicklungen der Finanzwelt kompakt, verständlich und jeden Mittwoch neu. Seit 2021 geben die PayTechLaw-Autor:innen und Annerton-Rechtsanwälte dem Podcast die nötige Tiefe, ohne dabei im Juristen-Kauderwelsch zu versinken. Egal ob PSD3DORA oder FiDA: Wir liefern Ihnen den Kontext, den Sie brauchen. In 20 Minuten. Ohne Umwege.



Indem Sie fortfahren, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.
You May Also Like
Am I a credit intermediary under section 34k GewO? Bin ich Darlehensvermittler nach § 34k GewO?
Weiterlesen

Bin ich Darlehensvermittler nach § 34k GewO?

Ab dem 20. November 2026 gelten neue Regeln für die Vermittlung von Verbraucherkrediten. Für Händler stellt sich damit die Frage, ob sie als Darlehensvermittler nach § 34k GewO gelten und eine Erlaubnis benötigen. Der Beitrag erklärt, wann BNPL, Ratenkauf und andere Finanzierungslösungen zur erlaubnispflichtigen Darlehensvermittlung führen können.
Weiterlesen
PFOF-Verbot
Weiterlesen

Das PFOF-Verbot greift: Was die neue BaFin-Aufsichtsmitteilung für Broker und Neobroker bedeutet

Seit dem 1. Juli 2026 ist das Verbot von Payment for Order Flow („PFOF“) auch für rein inländische Geschäftsbeziehungen in Deutschland in Kraft. Die BaFin hat dazu am 22. Juli 2026 eine Aufsichtsmitteilung veröffentlicht, in der sie erstmals konkret darlegt, welche Geschäftsmodelle sie als regelkonform ansieht - und welche nicht. Wir fassen zusammen, was Broker, Neobroker und Handelsplätze jetzt wissen müssen.
Weiterlesen