🎧Die EUDI Wallet ist das Herzstück der neuen eIDAS 2-Verordnung – aber wie funktioniert das rechtlich genau? In Folge 121 von Alles Legal – Fintech-Recht kompakt erklärt Peter Frey von Annerton, was sich mit eIDAS 2 ändert und welche neuen Pflichten und Möglichkeiten sich daraus ergeben. – Jetzt reinhören!
Inhaltsverzeichnis
eIDAS 2: Der rechtliche Rahmen der EUDI Wallet
In dieser Folge spricht Dana Wondra mit Peter Frey, Partner und Rechtsanwalt bei Annerton, über die EUDI Wallet und die neue eIDAS 2-Verordnung und ordnen ein, warum eIDAS 2 weit über eine klassische Signaturverordnung hinausgeht und wie damit ein neues, gesamteuropäisches Fundament für digitale Identität geschaffen wird.
Vom Flickenteppich zur EU-weiten Identitätsinfrastruktur
Die eIDAS-Verordnung von 2014 sollte elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste regeln, konnte sich aber wegen mangelnder Interoperabilität nicht durchsetzen. eIDAS 2 stellt einen Paradigmenwechsel dar: Statt einzelner Regeln entsteht erstmals eine einheitliche digitale Identitätsinfrastruktur für ganz Europa – mit der EUDI Wallet im Zentrum. Diese soll in allen Mitgliedsstaaten nutzbar sein, einheitliche Standards sichern die Kompatibilität.
Governance, Durchführungsakte und Attributsstruktur
Rechtlich relevant ist auch die Wahl der Verordnung als EU-Instrument – sie gilt unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten. Die Details regeln Durchführungsakte, gestützt auf das Architecture Reference Framework. Neu ist außerdem die Attributsstruktur: Neben Identitätsdaten können auch Merkmale wie Alter oder Berufsqualifikationen digital nachgewiesen werden.
Klare Akzeptanzpflichten – freiwillige Nutzung
Staatliche Stellen sind verpflichtet, die Wallet zu akzeptieren. Auch private Akteure – z. B. Banken oder große Plattformen – müssen sie in bestimmten Fällen anerkennen. Die Nutzung bleibt für Bürger:innen freiwillig. Damit entsteht eine rechtlich fundierte, europaweite Infrastruktur für Identität und Attribute.
Über diesen Podcast
Alles Legal – Fintech-Recht kompakt liefert jede Woche spannende Insights zum Thema Recht und Compliance im Banking.
Der Podcast ist eine Kooperation zwischen Payment & Banking und PayTechLaw. Wir erklären Ihnen die rechtlichen Entwicklungen der Finanzwelt kompakt, verständlich und jeden Mittwoch neu. Seit 2021 geben die PayTechLaw-Autor:innen und Annerton-Rechtsanwälte dem Podcast die nötige Tiefe, ohne dabei im Juristen-Kauderwelsch zu versinken. Egal ob PSD3, DORA oder FiDA: Wir liefern Ihnen den Kontext, den Sie brauchen. In 20 Minuten. Ohne Umwege.