PayTechTalk 51: Kleine Spende – große Wirkung: SmallChangeCard – OpenStreetPay bringt digitales Kleingeld zu den obdachlosen Menschen

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Jede Krise trifft vor allem die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft. Mit der Corona-Krise ist es nicht anders und die Auswirkungen des Lockdowns werden allerorts diskutiert. Wer allerdings oftmals aus dem öffentlichen Diskurs fällt, sind die Auswirkungen der Krise auf unsere obdachlosen Mitbürger:innen. Denn wo keine Menschen mehr in den Einkaufsstraßen dieses Landes unterwegs sind, ist auch die Möglichkeit, Kleingeld für den Hut zu bekommen, fast auf Null gesetzt. Hier setzt OpenStreetPay an. OpenStreetPay ist eine (sich gerade noch im Aufbau befindende) digitale Plattform für bargeldloses Spenden an obdachlose Menschen.

Die Idee: Spender:innen sollen per App oder QR-Code – und damit Corona-krisenkonform indirekt und kontaktlos – Obdachlosen einen Betrag nach Wahl spenden können. Über die SmallChangeCard, die Bedürftige über ein Netzwerk karitativer Einrichtungen erhalten sollen, soll täglich ein festgelegter Betrag aus diesem Spendentopf gleichermaßen an alle Karteninhaber:innen verteilt werden. Diesen können sie bei teilnehmenden Partnern, wie z.B. Supermärkten oder Imbissbuden, einlösen. Damit möchte OpenStreetPay bargeldloses Zahlen für Obdachlose und eine nicht stigmatisierende kontaktlose Bezahlmöglichkeit schaffen, um damit auch in einer Nach-Corona Zeit mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Wie das Ganze funktionieren kann, zeigt dieser kleine Film:

Das bunt gemischte Team hinter OpenStreetPay besteht aus Ehrenamtlichen verschiedener Bereiche, Entwicklern, Service-, UI-, UX-, Kommunikations-, Marken- und Interface-Designern, Forschern und Projektmanagement aus ganz Deutschland. Kennengelernt haben sie sich während des wirvsvirus-Hackathons der Bundesregierung, wo sie binnen 48 Stunden den ersten Prototyp entwickelt haben.

Im Rahmen der Projektumsetzung tauchen nun nicht nur technische Probleme und ethische Grundsatzfragen auf. Vor allem die rechtliche Komponente ist nicht außer Acht zu lassen. Hier stellt vornehmlich das Zahlungsdiensterecht das Team vor große Herausforderungen.

In der 51. Episode von PayTechTalk spreche ich mit Larissa Gebken, eine der Organisatorinnen von OpenStreetPay und meinem Kollegen Kemal Ahmedi, der sich rechtlich mit dem Projekt beschäftigt.

Übrigens: OpenStreetPay sucht noch nach Mitstreitern aus der Zahlungsbranche, die mit Know-how oder einer Kooperation oder anderen guten Ideen, das Projekt fördern möchten. Vielleicht findet sich ja hier jemand aus unserem Zuhörerkreis, der/die sich bei diesem wunderbaren Projekt sowohl mit den passenden Kompetenzen als auch sozial engagieren möchte. Einfach bei uns melden, wir leiten den Kontakt gerne weiter!

Viel Spaß beim Zuhören der 51. Episode von PayTechTalk.

 

Über Larissa Gebken

Larissa Gebken ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg und ehrenamtlich Teil des OpenStreetPay-Teams. In Ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Themengebiet der digitalen sozialen Innovationen und wie diese nachhaltig und verantwortlich in ein bestehendes Ökosystem integriert werden können.

Über OpenStreetPay

OpenStreetPay ist ein bunt zusammengemischtes Team, das sich während des wirvsvirus Hackathons fand. Unser Ziel ist es eine digitale Plattform zu entwickeln, die bargeldloses Spenden an und Zahlen für obdachlose Menschen zu ermöglichen. Damit soll es den Spender*innen direkt per App oder QR-Code kontaktlos der*dem Bedürftigen einen Betrag spenden können.

OpenStreetPay im Web

 

Cover picture: Copyright © PayTechLaw

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